2. Patenschaft

„Making Heimat“ titelt die Presse
„Making Heimat“ üben Schüler, Studenten und Architekten
„Making Heimat“ präsentiert Deutschland in Venedig der ganzen Welt —

unsere überlegene Containerdorf-, Bettenburg- und Würfel-Architekturen vom Reißbrett. Sollen dies dem deutschen Planer die "Heimat" sein, gut sortiert und überall abstellbar? Sind Heimaten überhaupt baubar?

Ja! — Unseren Vorgängern war dies eine geradezu traditionelle Tugend. Dem Glaubensflüchtling ein mildes Vaterland, dem Bodenlosen ein Bauernparadies, dem Fabrikarbeiter die erste Gartenstadt bauten sie und bewiesen sich daran; auch der Bewohner schulte an der Heimatarbeit seine Hand und seinen Bürgersinn. Die Baumeister waren von Unfried und Hopp, Hoepcken und Stoffregen, Haering und Scharoun, Mendelsohn und Schwedler, Muthesius und Möhring, Frick und Schinkel und andere mehr. An ihnen können wir uns — ja sollen wir uns!— auch heute messen.

Ostpreußen! — Ein Zuhause für diese wahrgewordene Utopie der heimatschaffenden Baukultur: 1915 gelang es dort zuletzt.
Vom Heimatbauen weiß man dort mehr, als wir vergessen — scheitert aber an fehlender Fürsprache, an Anleitung zum Umgang mit der Substanz: eine Schinkel-Anstalt fiel unlängst dem Vollwärmeschutz zum Opfer, eine Mendelsohn-Loge ist gerade noch abgestützt — aber in der Insterburger Erstlingssiedlung Scharouns und auf dem Gut Sauckenhof keimt eine Lehrwerkstatt für Architektur, Restaurierung und altbewährtes Handwerk. Hier kann, ja muss gemeinsam gelehrt und gelernt werden!

Kommt und erkundet Dorf und Stadt, Hof und Platz zwischen Eydtkuhnen, Pillau, Tilsit und Gumbinnen; nehmt auf, bessert aus, entwerft wie 1915 die "Patenschaft für Ostpreußen" es vermocht… Lasst uns eine neue, zweite Patenschaft aufleben, von allen Seiten — auf dass am Heimatbauen ein jeder gewinnt und eine neue Epoche anbricht!
Denn Heimatbauen ist nicht umsonst die "Erinnerung und gleichzeitig ein Auftrag für die Zukunft“ (Gebhard)!

Die nächste Biennale kommt bestimmt, bei der wir Entwürfe und Bauten mit Recht wieder "Heimat" titeln dürfen — wenn uns davor die ostpreußischen Lehrhäuser nicht eingehen.

Werdet Paten in der neuen, 2. Ostpreußischen Patenschaft!

Ein Pate ist ein Ehrenamt.
Jeder ist Pate und Patenkind, jeder kann sich am großen Erbe Ostpreußens schärfen, Erfahrung mehren und teilen, sich und andere bessern.
Jeder kann dem anderen die Hand reichen: Planer und Handwerker, Künstler und Schreiber, Heimatkundler und interessierter Bürger.
Jeder wählt sein Patenthema: eine eigene Idee oder die Patenschaft als Ganzes, ein Bauwerk oder ganze Gattung, ein Können oder etwas anderes, was ihm liegt und was er mit den anderen teilen kann.

Der eine leiht der Idee seinen Namen, wird zitiert und informiert, wird zum Fürsprecher für die untergehende Baukultur und für den heutigen Nutzen daran.
Der andere weiß vom dortigen Ursprung einer hiesigen Idee oder kann aus seiner Erfahrung ausschenken, wie man mit dem Erbe umgeht.
Der Dritte kümmert sich um ein besonderes Bauwerk oder knüpft daran an, das Wissen und die Erfahrung der ersten beiden in Realität umsetzend.
Der Vierte macht daraus eine Ausstellung oder eine ganze Lehrwerkstatt.
Der Fünfte erfindet etwas ganz eigenes.

Man fragt und wird zurückgefragt: mit jedem Listeneintrag knüpft sich ein Geflecht, vergangenheits- wie zukunftsgewandt, dies- wie jenseits der Grenzen. Neudeutsch Wissenstransfer — besser, Patenschaft.
Wer mit anpacken will, ist natürlich ebenso willkommen.

Pate für: Кёнигсберг в Калининграде / Königsberg in Kaliningrad

Pate für: Insterburg, Scharoun / Черняховск, Шарун

Pate für: Salzburger Kirche Gumbinnen Зальцбургская церковь Гусев / Salzburger Kirche Gumbinnen

Pate für: Гусев, Роминтская пуща, воинские захоронения Первой Мировой войны / Gumbinnen, Rominter Heide, Kriegsgräber des Ersten Weltkrieges

Pate für: Литовский вал; скульптура в городе / Litauer Wall, Stadtskulptur

Pate für: малые поселения Полесского района / Kleinsiedlungen des Kreises Labiau

Pate für: Кухня и гастрономия Восточной Пруссии; история восточнопрусских ресторанов / Ostreußens Küche, Geschichte ostpreußischer Gaststätten

Pate für: Идея восстановления исторического наследия / Gesamtidee des Wiederaufbaus von Geschichtserbe

Pate für: Черняховск / Insterburg

Pate für: Орденский замок Инстербург / Deutschordensburg Insterburg

Pate für: Калининград / Königsberg

Pate für: Калининград / Königsberg

Pate für: Светлогорск / Rauschen

Pate für: Тапиау / Tapiau

Pate für: Солнечные часы и другие объекты культурного наследия области / Sonnenuhren und andere Geschichtsdenkmäler der Provinz

Pate für: Калининград - объекты исторического наследия / Königsberg, Geschichtsdenkmäler

Pate für: Гумбиннен-Гусев и Пёстрый ряд / Gumbinnen und die Bunte Reihe

Pate für: Königsberg / Калининград

Pate für: Königsberg / Калининград

Pate für: Konigsberg / Калининград

Pate für: Insterburger Erstlingssiedlung Scharouns / Первый посёлок Шаруна в Черняховске

Pate für: Erbbegräbniskapelle der Familie Lehndorff in Steinort, enztworfen von F.A. Stüler / склеп-часовня рода фон Лендорфф в Вегожево, проект Ф.А.Штюлера

Pate für: Insterburg/Черняховск

Pate für: Bunte Reihe / Пестрый ряд

Pate für: Idee / Идея как таковая

Pate für: Ostpreussen / Восточная Пруссия в целом

Pate für: Color Row, Insterburg / Пёстрый ряд, Черняховск

Pate für: Colour Row, Insterburg / Пёстрый ряд, Черняховск

Pate für: Ostpreußen / Восточная Пруссия в целом

Pate für: Bunte Reihe, Insterburg / Пёстрый ряд, Черняховск

Pate für: Städtebau, Wiederaufbau 1915-1922, Bunte Reihe (Insterburg) / градостроительство в целом, Восстановление 1915-1922, Пёстрый ряд (Черняховск)

Pate für: Gut Tarputschen / поместье Заукенхоф, Лужки

Pate für: Verbundprojekt Handwerkerausbildungswerkstätten / Комплексный проект Ремесленных учебных мастерских